Es ist ein fester Bestandteil der Waldtage mit Sozialpädagogin Katja Vogt: Jedes Jahr fährt der 10. Jahrgang ins Waldhaus Wildenloh, um zum Abschluss der Schulzeit einen eigenen Jahrgangsbaum zu gestalten. Ein Projekt, das verbindet – und in diesem Jahr von der Klasse 10a auf beeindruckende Weise mit Leben gefüllt wurde.
Aus einem schlichten Baumstamm entstand Schritt für Schritt ein individuelles Erinnerungsstück. Während einige Schüler:innen den Stamm bearbeiteten, schliffen und einölten, entwickelten andere kreative Ideen für die Wegweiser-Schilder und ihre Anbringung. Es wurde geplant, diskutiert, ausprobiert – und immer wieder gemeinsam weitergedacht.
Was diesen Tag besonders gemacht hat, war die Atmosphäre: locker, fröhlich und gleichzeitig voller Tatendrang. Es wurde gelacht, Musik gehört, sich ausgetauscht – und ganz nebenbei entstand ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann. Jeder brachte sich ein, jeder half jedem. Niemand musste zur Mitarbeit aufgefordert werden.
Auch die Rolle der Handys war bemerkenswert: kaum präsent, höchstens als Werkzeug zur Ideensuche. Der Fokus lag klar auf dem Projekt und dem gemeinsamen Erlebnis.
Die Mitarbeitenden des Waldhauses zeigten sich begeistert von der Energie und dem respektvollen Umgang innerhalb der Gruppe. Schnell wurde deutlich: Diese Klasse funktioniert – und zwar aus sich heraus.
Am Ende stand nicht nur ein kreativer Jahrgangsbaum, sondern auch eine wichtige Erkenntnis: Diese Schüler:innen sind bereit für ihren nächsten Schritt. Sie haben gezeigt, dass sie Verantwortung übernehmen, im Team arbeiten und Herausforderungen eigenständig meistern können.
Oder anders gesagt: Ein Ausflug mit Freunden – im besten Sinne.

