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Wie eine Reportage und eine Reaktion zu einem ganz besonderen Klassenprojekt der Klasse 7 A der Grund-und Oberschule Friedrichsfehn geführt hat.

Die 12-jährige Tia, Schülerin der Grund- und Oberschule Friedrichsfehn, schaute sich in ihrer Freizeit gemeinsam mit ihren Eltern eine Reportage an. Hierbei ging es um die Polizei und das Demonstrationsgeschehen in Bezug auf die aktuellen Corona-Maßnahmen. Die Reportage zeigte unter anderem, wie Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte angebrüllt, bespuckt und beleidigt wurden. Ein Verhalten, dass Tia nicht kennt, schon gar nicht gegenüber der Polizei. Tia war erschüttert und schockiert.

„Wie können diese Menschen der Polizei so etwas antun? Die sind doch für uns da und beschützen uns “.

Nachdem sie mit ihren Eltern über dieses Verhalten gesprochen hatte, teilte sie ihre Gedanken und Gefühle bezüglich dieser Reportage auch ihrer Schulsozialarbeiterin, Katja Vogt, mit.  Doch diese Gespräche reichten ihr nicht: Sie wollte etwas tun, sich bedanken. Und so entstand ein Klassenprojekt der Klasse 7 A der Grund- und Oberschule Friedrichsfehn. Gemeinsam mit ihrem Klassenlehrer Herrn Canino und der Schulsozialarbeiterin Katja Vogt wurde das Thema „Demokratie“ behandelt. Schnell entstand die Idee, ein Video zu drehen, in dem der Dank an die Polizei zum Ausdruck kommen sollte. Gleichzeitig wünschten sie sich, einem Polizeibeamten stellvertretend für alle Polizistinnen und Polizisten diesen Dank persönlich aussprechen zu können. Und so kam die Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt/Ammerland, insbesondere der Polizeiinspektions-Leiter Eckhard Wache ins Spiel. Am Donnerstag, den 31. März besuchte Carsten Vogt, der in dieser Klasse das polizeiliche Präventionsprojekt „Wir sind stark“ durchgeführt hatte und Eckhard Wache idie Grund- und Oberschule Friedrichsfehn. Nachdem Schulleiter Holger Jäckel und Schulsozialarbeiterin Katja Vogt die beiden herzlich begrüßte, fanden sich alle in der Klasse 7 A ein. Die Schülerinnen und Schüler waren aufgeregt und gleichzeitig glücklich, ihren Dank endlich persönlich ausrichten zu können. Tia nahm all ihren Mut zusammen und stellte gemeinsam mit ihrer Mitschülerin Luise das Projekt kurz vor und begrüßte alle. Auf einer Leinwand wurde das Video gezeigt. Es war mucksmäuschenstill. Niemand hat in der Zeit geredet. Eine Stille, die im Unterricht eher ungewohnt ist. Die Schülerinnen und Schüler kümmerten sich um alles selber. Sie sammelten selber Ideen und setzten diese unfassbar schnell um. So entstand in kürzester Zeit dieses Video, in dem der Dank wunderschön zum Ausdruck kommt. (In der Anlage befindet sich ein QR-Code. Wenn ihr den Code mit eurem Handy abfotografiert, gelangt ihr direkt zum Video). Nachdem das Video angeschaut wurde, kam für die Schülerinnen und Schüler ein außergewöhnlicher Moment. Diesmal mussten nicht sie Fragen beantworten, sondern der PI-Leiter Eckhard Wache. In einer angenehmen Atmosphäre beantwortete Eckhard Wache Fragen wie „Was war Ihr aufregendster Einsatz“ oder „In welchem Einsatz haben Sie Angst verspürt?“. Gespannt hörten die Schülerinnen und Schüler den Antworten zu und stellten fest, dass Polizistinnen und Polizisten auch nur Menschen mit Gefühlen, Sorgen und Ängsten sind. Doch mit ihrer Berufsauswahl haben sie sich dafür entschieden, eigene Ängste und Sorgen zunächst auszuhalten, um für andere Menschen da zu sein und sie im vollen Umfang zu beschützen. Genau das wurde Tia und ihren Mitschülerinnen und Mitschüler plötzlich klar. Daher hatten sie den großen Wunsch, ihre Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen. Und das ist definitiv gelungen!

Das Video findet man hier: Videolink

Die Schrecken des Krieges in der Ukraine und das damit verbundene Leid für viele Menschen lassen auch die Schülerinnen und Schüler der Grund- und Oberschule Friedrichsfehn nicht kalt. Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern sprechen sie im Unterricht über die Schicksale und Folgen, die ein solcher Krieg für die Menschen mit sich bringt. Viele Mädchen und Jungen seien tief erschüttert von den Geschehnissen in der Ukraine, berichtet Schulsozialpädagogin Katja Vogt. Es ist ergreifend, wie sich die Schülerinnen und Schüler über diesen unsäglichen Krieg äußern, wie empathisch sie mit den betroffenen Menschen fühlen. Daher stand für die Schülervertretung schnell fest: Wir wollen helfen! Auf Initiative von Katja Vogt, gleichzeitig SV-Beraterin an der GOBS, kamen die Klassensprecher und -sprecherinnen zusammen und sammelten Ideen und Aktionen, die spontan initiiert werden können, um möglichst schnell zu helfen. Schnell war auch eine Organisation gefunden, die man mit einer ersten Hilfsaktion unterstützen wollte. Wichtig war es allen Beteiligten, dass wirklich benötigte Hilfe geleistet wird. „Wir haben recherchiert und sind auf den Verein „Oldenburg hilft der Ukraine" gestoßen“, sagt Dilana Gecgel, Schulsprecherin der GOBS. Der Verein wurde spontan Anfang März durch die Oldenburger Maik und Edita Günther ins Leben gerufen, die die Flucht der Menschen mit eigenen Reisebussen, der Suche nach Unterkünften in Oldenburg und Umgebung sowie dem Transport humanitärer Güter in die Ukraine unterstützen. Somit ging ein Spendenaufruf nach Lebensmitteln an die Schulgemeinschaft der GOBS Friedrichsfehn. Eine Reihe der Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrerin Claudia Flore zeigte sich besonders engagiert: Die Kinder der Klasse 4a wollten darüber hinaus noch aktiv werden und trennten sich von zahlreichem Spielzeug, Büchern und Kuscheltieren, um einen Spielzeugflohmarkt zu veranstalten. Der Spielzeugflohmarkt erfreute sich bei den gesamten Mitschülerinnen und Mitschülern der Klassen 1-4 riesiger Beliebtheit und fand großen Absatz. Es wurde restlos jedes Teilchen Spielzeug, jedes Buch und auch jedes noch so kleine Kuscheltier innerhalb eines Vormittags verkauft. Diese Aktion war also ein voller Erfolg, viele Kinder waren großzügig von ihren Eltern mit Taschengeld versorgt worden und durften einen Restbetrag für diese gute Aktion spenden. „Auch viele Lehrerinnen und Lehrer spendeten etwas, um diese gute Sache zu unterstützen, die unseren Spendenaufruf in so herausragender Weise ergänzt hat“, so Mattis Wedeken, stellvertretender Schulsprecher der GOBS. Insgesamt konnte die Klasse Einnahmen in Höhe von 649,11 € verbuchen, die durch einen Elternteil der Klasse großzügig aufgerundet wurden. Natürlich übernahmen die Schülerinnen und Schüler auch weiter Verantwortung und zogen, ausgerüstet mit fünf Bollerwagen und Helfereltern, in die örtlichen Geschäfte, um benötigte Hilfsgüter einzukaufen. Edeka-Marktleiter Dirk Bruns gewährte den Schülerinnen und Schülern einen ordentlichen Rabatt, so dass noch mehr Lebensmittel, Hygieneartikel und Tiernahrung für den Transport in die Ukraine eingekauft werden konnten.

Auch Tina Conrads, Mutter einer Schülerin der GOBS Friedrichsfehn, engagierte sich mit ihrer Idee, ein von ihr mit Kreide und Pastell auf Acrylpapier gemaltes Bild mit dem Titel „Love and Peace in a Blumenwiese“, welches zu Beginn des Krieges entstanden war, zugunsten der Hilfsaktion der GOBS Friedrichsfehn zu versteigern.

In der vergangenen Woche konnte Maik Günther dann die vielen gepackten Umzugskartons aus der GOBS Friedrichsfehn vor laufender Kamera des Lokalsenders OL1 in Empfang nehmen und sie auf die Reise an die ukrainische Grenze schicken. Mattis Wedeken, der es sich trotz derzeit laufendem Praktikum der neunten Klassen nicht nehmen ließ, an diesem Tag in die Schule zu kommen, um an der Übergabe teilzunehmen, bedankte sich zusammen mit Dilana Gecgel stellvertretend bei der gesamten Schulgemeinschaft für ihre Unterstützung. Auch Organisatorin dieser SV-Aktion Katja Vogt betonte, wie viel Herzblut in diese Hilfsmaßnahme gesteckt wurde und lobte das große Engagement der Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern, die sich großzügig mit zusätzlichen Geldspenden beteiligten.

Immer mehr ukrainische Kriegsflüchtlinge kommen im Landkreis Ammerland an, darunter viele Kinder und Jugendliche. Das Landesamt für Schule und Bildung betont, dass die Schüler unkompliziert und schnell an den Schulen integriert werden sollen. Nach den Osterferien werden Willkommensplakate für die Schülerinnen und Schüler der Ukraine den Eingang der Grund- und Oberschule schmücken. Die ersten beiden Schülerinnen seien in der vergangenen Woche angekommen, teilte Oberschuldirektor Holger Jäckel mit. Weitere Jugendliche werden folgen. Die Schulleitung hat Schülerinnen und Schüler gefunden, die Russisch oder Ukrainisch sprechen und die Patenschaft für die jungen Ukrainer und Ukrainerinnen übernehmen. Die Schülervertretung plant hingegen weitere Aktionen, auch zur Unterstützung der neuen Mitschülerinnen und Mitschüler an der GOBS, und wird somit nicht müde Solidarität mit der Ukraine zu zeigen.
Darüber hinaus werden Eltern, die über entsprechende Sprachkenntnisse verfügen und sich ehrenamtlich engagieren möchten, gebeten sich per E-Mail im Sekretariat der Grund- und Oberschule Friedrichsfehn zu melden, um ukrainische Eltern als Lotsen bei der Anmeldung und den ersten Schultagen zu unterstützen.

Schuhe baumeln in der Luft. Sie hängen von Bäumen, Brücken, Ampeln, Stromkabeln. In aller Welt werden sie gesichtet. Der Krieg in der Ukraine beherrscht die Nachrichten und auch viele Kinder beschäftigt er. So konnten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 2b in der vergangenen Woche auch ihren Wunsch nach Frieden in Form von Bildern ihrer Schuhe und kleinen Botschaften gegen den Krieg Ausdruck verleihen.

Kinder sind in Kriegen die größten Verlierer - auf beiden Seiten. Kinder spüren die Ängste in ihrer Umgebung und die Gewalt. Auch unsere Schülerinnen und Schüler haben Fragen und suchen nach Antworten. Wir möchten an dieser Stelle noch einmal auf das Unterstützungsangebot der GOBS Friedrichsfehn hinweisen (siehe Informationsschreiben vom 04.03.2022).

Das "Krisenunterstützungsteam (KUT)“ der GOBS möchte den Schülerinnen und Schülern – aber auch Ihnen als Eltern und Erziehungsberechtigte – gerne zur Seite stehen. Sollte entsprechender Gesprächs- oder Beratungsbedarf bestehen, bieten wir in diesem Fall gerne einen Termin an.

Nutzen Sie hierzu bitte folgende Kontaktmöglichkeiten:

Nico Canino (Beratungslehrer): nico.canino@gobs-friedrichsfehn.org
Julia Michel (Schulseelsorgerin): julia.michel@gobs-friedrichsfehn.org
Katja Vogt (Schulsozialarbeiterin): katja.vogt@gobs-friedrichsfehn.org

In dieser Woche hat sich der 10. Jahrgang der GOBS Friedrichsfehn spontan am Red Hand Day beteiligt. Eine Aktion, die gezeigt hat, dass sich die Schule nicht ohne Grund für das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ engagiert. Der weltweite Aktionstag macht auf den Einsatz und das Schicksal von Kindersoldaten aufmerksam und fordert politische Entscheidungsträger auf, sich für eine Verbesserung des Kinderschutzes weltweit einzusetzen. Die Schülerinnen und Schüler brachten dazu ihre rot bemalten Hände mit einer entsprechenden „Botschaft“ auf einer langen Tapetenrolle. Im Vorfeld informierten sich die Zehntklässlerinnen und -klässler im Rahmen einer Unterrichtseinheit im Fach Politik über das Leben in Kriegszonen. In zahlreichen Krisen- und Konfliktgebieten werden Kinder zwischen 7 und 18 Jahren von bewaffneten Gruppen, aber auch von regulären Regierungsarmeen zwangseingezogen. Kinder in Afrika, in Afghanistan, im Irak, im Sudan. Dass ihre Probleme nicht mehr weit weg sind, sondern auch im Friedrichsfehner Schulalltag spürbar sind, wurde an diesem Tag besonders offenkundig, als Mitschülerinnen, die aus Kriegsgebieten geflüchtet sind und seit einigen Jahren an der GOBS unterrichtet werden, nun selbst mit ihrem Händeabdruck für Kinderfrieden einstanden.

Der 8. Jahrgang hat innerhalb von 6 Schulstunden mehrere Phasen durchlaufen. Zuerst, haben wir alle gemeinsam Fakten gesammelt und zu Überbegriffen sortiert. Danach haben wir uns aufgeteilt und sind in eine Gruppenarbeit gegangen. Dort hat sich jeder der Gruppe zugeordnet, welche er am wichtigsten empfand. Es gab zum Beispiel die Gruppe Respekt. In den verschiedenen Gruppen, haben wir Referate vorbereitet, sie vorgetragen und darüber gesprochen.

Um einen Einblick in die Gruppenarbeiten zu bekommen, ist hier ein Auszug aus der Gruppenarbeit “Respekt”:

Es gab des öfteren Streit zwischen einer Mitschülerin und ein paar Jungs. Es kam zu Beleidigungen und gegenseitiges Anstacheln. Vielleicht nehmen diese Betroffenen das Thema mit in den Klassenrat, da es nur in der einen 8. Klasse passiert ist. Außerdem wurden oft Gegenstände weggenommen. Das ist doch einfach Respektlos! Oder nicht? Sie könnten kaputt gehen oder abhanden kommen.

Da kommen wir auch wieder zu der Regel: Bei Stop, ist Schluss!!! Na klar, manchmal ist es lustig, aber manchmal auch nicht. Man weiß nicht wie die Person, der die Dinge weggenommen wurden, reagiert. Die Sachen können wichtig oder von besonderer Bedeutung sein. Also hört doch BITTE einfach auf damit!

Viele Schüler, aus diesem Jahrgang, haben keinen Respekt vor den Lehrern. Teilweise spielen sie, während des Unterrichts, am Handy, beleidigen die Lehrer, machen sie regelrecht fertig, sind unverschämt und nehmen die Lehrer nicht ernst. Wir sollten alle mehr Respekt haben! Sie wollen uns unterrichten, damit wir nach der Schule ins Leben starten können. Viele Regeln, beispielsweise das Nicht-Nutzen des Handys während der Unterrichtszeiten und im Gebäude, werden nicht eingehalten. Das ist doch schon wieder eine Frage des Respekts. Außerdem werden die Grundregeln nicht beachtet und mehrere Ermahnungen der Lehrer, reichen nicht. Da sollten wir uns alle zusammen reißen. Respekt gegenüber anderen fehlt.

Die Jüngeren sollten Respekt vor den Älteren haben. Das heißt aber nicht, dass die Älteren blöd zu den Jüngeren sein dürfen. Hier geht es darum, wer Respekt haben möchte, muss auch Respekt geben. Dafür wird die Hilfsbereitschaft positiv wie auch negativ gesehen. Trotzdem fehlt ein Großteil der Hilfsbereitschaft. Es sollte vieleicht jeder ein wenig mehr an die anderen denken und nicht immer nur an sich selbst. Jeder sollte einfach nicht mehr ganz so egoistisch sein. Das gilt nicht nur in der Schule, sondern im ganzen Leben.

Wir werden in unserem Alltag immer wieder mit dem Thema Religion konfrontiert. Auch in unserem Jahrgang. Es werden die Schüler, mit einer “anderen” Religion oder Glaubensrichtung, beleidigt ... Aber warum? Jeder sollte die anderen respektieren, so wie sie sind. Dann wird man auch respektiert, wie man ist. Es soll keinen Rassismus geben!

Zusammenfassung:

Auf Respekt baut alles auf! Das ist die Grundlage! Ohne Respekt, kann man nicht in einer Gemeinschaft arbeiten, bzw. leben! Wenn man respektiert wird, ist es angenehmer! Toleranz! Allen Religionen gegenüber! Es gibt wenig Respekt vor den anderen, aber das wollen wir ändern! Anderen zuhören und nicht so egoistisch sein, selbst gehört werden! Wir werden langsam erwachsen, dass sollte man auch merken. Andere Menschen akzeptieren, so wie sie sind! Respekt ist eines der wichtigsten Dinge, die es gibt! Wenn Respekt und Toleranz vorhanden sind, wird niemand ausgeschlossen sein und auch das Verhalten in einer Gemeinschaft wäre demendsprechend okay. Nach der Vorstellung der Referate und dem Besprechen, haben wir uns auf zwei Schritte ( die zwei Füße ) geeinigt, die wir zuerst in Angriff nehmen wollen. An diese zwei Vereinbarungen ( die zwei Hände), sollte sich jeder halten! Außerdem haben wir uns auf ein Symbol geeinigt. Wir haben uns für das Yin und Yang Zeichen entschieden, da es zeigt, dass die unterschiedlichsten Dinge in irgendeiner Weise, zusammen passen. Zum Beispiel: Tag und Nacht. Zuletzt haben wir alles auf 3 Blätter geschrieben und gezeichnet. Damit ist das Sozial-Projekt mit Katja erfolgreich abgeschlossen. Ich glaube, das hat viel gebracht und möchte mich im Namen des 8. Jahrgangs bei Katja und unseren Klassen- bzw. Fachlehrern bedanken. Vielen lieben Dank, dass Sie uns die Zeit zur Verfügung gestellt haben und das Thema mit uns ausgearbeitet haben. Somit haben wir eine Chance, auf eine bessere Atmosphäre.

Geschrieben von Emma Rüsch

Die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 8 nutzten den Schwerpunkttag des zweiten Halbjahres im Schuljahr 2019/20 für ein aktuelles Thema ihrer Altersklasse. Dem Film GET LUCKY – SEX VERÄNDERT ALLES liegt, genau wie diesem Schwerpunkttag, eine offene und positive Haltung zu jugendlicher Sexualität zu Grunde. Trotzdem musste beachtet werden, dass nicht alle Jugendlichen gleich unbefangen über diese Themen sprechen möchten und können. Die persönlichen Grenzen der Schülerinnen und Schüler sollten an diesem Tag auf keinen Fall überschritten werden und niemand sollte gedrängt werden, sich zu privaten Themen zu äußern.

Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 8 wurden im Voraus Regeln aufgestellt, die während der Diskussionen für alle sichtbar waren. Hierzu gehörten z.B. Niemand muss etwas sagen oder etwas von sich selbst erzählen; Wir erzählen nichts Persönliches über andere (z. B. „X hat mit Y geschlafen“, „Z aus der 9B ist schwul“), Wir vertrauen einander: Wenn jemand etwas Persönliches von sich selbst erzählt, verlässt das nicht  den Klassenraum; Es darf über alles gelacht werden, aber niemand darf ausgelacht werden …

In Vorbereitung auf den Kinobesuch konnten zunächst anhand des Filmtitels, Trailers und des Filmplakats Erwartungen an den Film gesammelt werden. Im Anschluss wurden die Themen des Films durch ein Spiel, in dem Schülerinnen und Schüler sich zu Aussagen rund um die Themen Sexualität/Beziehung positionieren sollten, eingeführt und das Vorwissen/die Einstellungen der Klasse eingeschätzt. Nachdem der Lehrfilm „Erwachsen werden“ gezeigt wurde, füllten die Schülerinnen und Schüller einen Fragebogen zum Thema  „Über Sex reden?“ in Einzelarbeit aus, um anschließend eine intensive Diskussion im Plenum zu den Ergebnissen, Vor- und Nachteile der Quellen sowie Schönheitsidealen und Körperdruck oder sexuelle Vielfalt zu führen.

In zwei weiteren Stunden wurden die beiden Klassen 8a und 8b nach Jungen und Mädchen getrennt eingeteilt und erhielten mit Unterstützung der Fachlehrer Carsten Oppermann und Ariane Teske wichtige Antworten – unter dem Motto: "Was ich schon immer fragen wollte" – zu ganz persönlichen Fragen.

Den Abschluss dieses Schwerpunkttages bildete eine Fahrt in das Oldenburger Kino Casablanca, in dem gemeinsam der Film „Get lucky – Sex verändert alles“ geschaut wurde. Die Schulsozialpädagogin der GOBS Friedrichsfehn, Katja Vogt, stand anschließend für weitere Fragen und Informationsmaterial zur Verfügung.