Medienpädagogik an der GOBS

Leider musste der geplante Waldtag der Klasse 5a coronabedingt ausfallen. Aber schnell hatte unsere Sozialpädagogin Katja Vogt auch schon eine tolle Lösung parat: Aus dem Waldtag wurde ein Medientag!
In der Klasse 5a sollen die Schülerinnen und Schüler einen verantwortungsvollen Umgang mit ihren Handys erlernen. Die Geräte gehören für uns alle mittlerweile zum täglichen Alltag dazu, sie erleichtern uns viele Aufgaben und bieten uns tolle Möglichkeiten – beruflich wie privat.
Mit dem Smartphone verbunden sind aber auch extrem viele Gefahren. Deshalb ist es heutzutage eine große Notwendigkeit, die Schülerinnen und Schüler in dem Alter, in dem diese ihre ersten Schritte im weltweiten Netz machen, über diese Gefahren aufzuklären und ihren Wege aufzuzeigen, wie sie in einem solchen Fall reagieren können und müssen. Angefangen wurde mit der Geschichte der Telefone. Wer kann sich schon noch an kabelgebundene Telefone erinnern, die einem nur die Möglichkeit gaben, nur wenige Meter von der Steckdose entfernt zu telefonieren? Wer kennt heute schon noch Telefone mit Wählscheibe?! Und dann sind da die Smartphones mit ihren computergleichen Möglichkeiten, quasi das Gehirn in der Hosentasche und die Informationen der Welt in der Hand… Und in diese große weite Welt entlassen wir zunehmend unsere Schülerinnen und Schüler und möchten sie gerne auf diesem Weg noch ein paar entscheidende Schritte weit begleiten.
Was sind eigentlich AGBs? Welche Apps darf man in welchem Alter benutzen? Wer wurde schon einmal in einem Chat ausgefragt – und wie sollte man darauf reagieren? Interessant waren auch Katjas Tipps für die Vergabe von Passwörtern, da haben die Schülerinnen und Schüler der 5a nun ganz tolle Ideen! Natürlich war auch die Dauer der sogenannten Bildschirmzeiten ein interessantes Thema. Auch die Fünftklässler berichten bereits, dass sie täglich längere Zeit vor Monitoren verbringen und die verschiedensten Medien benutzen.

Gerne möchten wir als Schule unseren Beitrag dazu leisten, alle zu einem verantwortungsvollen Gebrauch der Medien anzuleiten und zu sicheren Nutzern der vielfältigen Informationen und Möglichkeiten des weltweiten Netzes zu machen.

Der 8. Jahrgang hat innerhalb von 6 Schulstunden mehrere Phasen durchlaufen. Zuerst, haben wir alle gemeinsam Fakten gesammelt und zu Überbegriffen sortiert. Danach haben wir uns aufgeteilt und sind in eine Gruppenarbeit gegangen. Dort hat sich jeder der Gruppe zugeordnet, welche er am wichtigsten empfand. Es gab zum Beispiel die Gruppe Respekt. In den verschiedenen Gruppen, haben wir Referate vorbereitet, sie vorgetragen und darüber gesprochen.

Um einen Einblick in die Gruppenarbeiten zu bekommen, ist hier ein Auszug aus der Gruppenarbeit “Respekt”:

Es gab des öfteren Streit zwischen einer Mitschülerin und ein paar Jungs. Es kam zu Beleidigungen und gegenseitiges Anstacheln. Vielleicht nehmen diese Betroffenen das Thema mit in den Klassenrat, da es nur in der einen 8. Klasse passiert ist. Außerdem wurden oft Gegenstände weggenommen. Das ist doch einfach Respektlos! Oder nicht? Sie könnten kaputt gehen oder abhanden kommen.

Da kommen wir auch wieder zu der Regel: Bei Stop, ist Schluss!!! Na klar, manchmal ist es lustig, aber manchmal auch nicht. Man weiß nicht wie die Person, der die Dinge weggenommen wurden, reagiert. Die Sachen können wichtig oder von besonderer Bedeutung sein. Also hört doch BITTE einfach auf damit!

Viele Schüler, aus diesem Jahrgang, haben keinen Respekt vor den Lehrern. Teilweise spielen sie, während des Unterrichts, am Handy, beleidigen die Lehrer, machen sie regelrecht fertig, sind unverschämt und nehmen die Lehrer nicht ernst. Wir sollten alle mehr Respekt haben! Sie wollen uns unterrichten, damit wir nach der Schule ins Leben starten können. Viele Regeln, beispielsweise das Nicht-Nutzen des Handys während der Unterrichtszeiten und im Gebäude, werden nicht eingehalten. Das ist doch schon wieder eine Frage des Respekts. Außerdem werden die Grundregeln nicht beachtet und mehrere Ermahnungen der Lehrer, reichen nicht. Da sollten wir uns alle zusammen reißen. Respekt gegenüber anderen fehlt.

Die Jüngeren sollten Respekt vor den Älteren haben. Das heißt aber nicht, dass die Älteren blöd zu den Jüngeren sein dürfen. Hier geht es darum, wer Respekt haben möchte, muss auch Respekt geben. Dafür wird die Hilfsbereitschaft positiv wie auch negativ gesehen. Trotzdem fehlt ein Großteil der Hilfsbereitschaft. Es sollte vieleicht jeder ein wenig mehr an die anderen denken und nicht immer nur an sich selbst. Jeder sollte einfach nicht mehr ganz so egoistisch sein. Das gilt nicht nur in der Schule, sondern im ganzen Leben.

Wir werden in unserem Alltag immer wieder mit dem Thema Religion konfrontiert. Auch in unserem Jahrgang. Es werden die Schüler, mit einer “anderen” Religion oder Glaubensrichtung, beleidigt ... Aber warum? Jeder sollte die anderen respektieren, so wie sie sind. Dann wird man auch respektiert, wie man ist. Es soll keinen Rassismus geben!

Zusammenfassung:

Auf Respekt baut alles auf! Das ist die Grundlage! Ohne Respekt, kann man nicht in einer Gemeinschaft arbeiten, bzw. leben! Wenn man respektiert wird, ist es angenehmer! Toleranz! Allen Religionen gegenüber! Es gibt wenig Respekt vor den anderen, aber das wollen wir ändern! Anderen zuhören und nicht so egoistisch sein, selbst gehört werden! Wir werden langsam erwachsen, dass sollte man auch merken. Andere Menschen akzeptieren, so wie sie sind! Respekt ist eines der wichtigsten Dinge, die es gibt! Wenn Respekt und Toleranz vorhanden sind, wird niemand ausgeschlossen sein und auch das Verhalten in einer Gemeinschaft wäre demendsprechend okay. Nach der Vorstellung der Referate und dem Besprechen, haben wir uns auf zwei Schritte ( die zwei Füße ) geeinigt, die wir zuerst in Angriff nehmen wollen. An diese zwei Vereinbarungen ( die zwei Hände), sollte sich jeder halten! Außerdem haben wir uns auf ein Symbol geeinigt. Wir haben uns für das Yin und Yang Zeichen entschieden, da es zeigt, dass die unterschiedlichsten Dinge in irgendeiner Weise, zusammen passen. Zum Beispiel: Tag und Nacht. Zuletzt haben wir alles auf 3 Blätter geschrieben und gezeichnet. Damit ist das Sozial-Projekt mit Katja erfolgreich abgeschlossen. Ich glaube, das hat viel gebracht und möchte mich im Namen des 8. Jahrgangs bei Katja und unseren Klassen- bzw. Fachlehrern bedanken. Vielen lieben Dank, dass Sie uns die Zeit zur Verfügung gestellt haben und das Thema mit uns ausgearbeitet haben. Somit haben wir eine Chance, auf eine bessere Atmosphäre.

Geschrieben von Emma Rüsch

Die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 8 nutzten den Schwerpunkttag des zweiten Halbjahres im Schuljahr 2019/20 für ein aktuelles Thema ihrer Altersklasse. Dem Film GET LUCKY – SEX VERÄNDERT ALLES liegt, genau wie diesem Schwerpunkttag, eine offene und positive Haltung zu jugendlicher Sexualität zu Grunde. Trotzdem musste beachtet werden, dass nicht alle Jugendlichen gleich unbefangen über diese Themen sprechen möchten und können. Die persönlichen Grenzen der Schülerinnen und Schüler sollten an diesem Tag auf keinen Fall überschritten werden und niemand sollte gedrängt werden, sich zu privaten Themen zu äußern.

Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 8 wurden im Voraus Regeln aufgestellt, die während der Diskussionen für alle sichtbar waren. Hierzu gehörten z.B. Niemand muss etwas sagen oder etwas von sich selbst erzählen; Wir erzählen nichts Persönliches über andere (z. B. „X hat mit Y geschlafen“, „Z aus der 9B ist schwul“), Wir vertrauen einander: Wenn jemand etwas Persönliches von sich selbst erzählt, verlässt das nicht  den Klassenraum; Es darf über alles gelacht werden, aber niemand darf ausgelacht werden …

In Vorbereitung auf den Kinobesuch konnten zunächst anhand des Filmtitels, Trailers und des Filmplakats Erwartungen an den Film gesammelt werden. Im Anschluss wurden die Themen des Films durch ein Spiel, in dem Schülerinnen und Schüler sich zu Aussagen rund um die Themen Sexualität/Beziehung positionieren sollten, eingeführt und das Vorwissen/die Einstellungen der Klasse eingeschätzt. Nachdem der Lehrfilm „Erwachsen werden“ gezeigt wurde, füllten die Schülerinnen und Schüller einen Fragebogen zum Thema  „Über Sex reden?“ in Einzelarbeit aus, um anschließend eine intensive Diskussion im Plenum zu den Ergebnissen, Vor- und Nachteile der Quellen sowie Schönheitsidealen und Körperdruck oder sexuelle Vielfalt zu führen.

In zwei weiteren Stunden wurden die beiden Klassen 8a und 8b nach Jungen und Mädchen getrennt eingeteilt und erhielten mit Unterstützung der Fachlehrer Carsten Oppermann und Ariane Teske wichtige Antworten – unter dem Motto: "Was ich schon immer fragen wollte" – zu ganz persönlichen Fragen.

Den Abschluss dieses Schwerpunkttages bildete eine Fahrt in das Oldenburger Kino Casablanca, in dem gemeinsam der Film „Get lucky – Sex verändert alles“ geschaut wurde. Die Schulsozialpädagogin der GOBS Friedrichsfehn, Katja Vogt, stand anschließend für weitere Fragen und Informationsmaterial zur Verfügung.

In die letzten beiden Wochen wurden alle dritten Klassen unserer Schule in Medienpädagogik fortgebildet. Unsere Schulsozialpädagogin Katja Vogt hat den Kindern der dritten Klassen jeweils einen Vormittag lang viele wichtige, hilfreiche Tipps und Tricks sowie Verhaltensweisen für den richtigen, gesunden sowie verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien gegeben.

Die Kinder haben sich selbstkritisch mit dem eigenen ´privaten´ Medienkonsum auseinandergesetzt.

Am Ende des Vormittags wussten die Kinder, dass das Internet nur schwer vergessen kann und es dort nicht nur ´nette/ ehrliche´ Menschen gibt.

Ebenso wurde von allen Kindern festgestellt, dass sich die NICHT positive Nutzung/ zeitlich nicht begrenzte Nutzung von Medien wie z.B. Internetnutzung, Computer- und Konsolenspiele, Handy- oder Smartphone-Nutzung, negativ auf die Gesundheit auswirken oder sogar süchtig machen kann.

In vielen bestehenden oder auch aufkommenden Fragen und Problemen, was den sicheren Umgang mit ´Digitalen Medien´ betrifft, kennen die Kinder nun Möglichkeiten, bei denen sie sich Hilfe suchen können. Nicht nur Katja ist eine tolle Ansprechpartnerin, sondern auch die eigenen Eltern, die Freunde, die Lehrkräfte oder die ´NUMMER GEGEN KUMMER´ können bzw. kann den Kindern bei Fragen und Problemen helfend zu Seite stehen.

Passend zum Thema ´Medienpädagogik, sicher im Internet unterwegs´, wird Anfang April die Polizeipuppenbühne bei uns im Hause zu Gast sein. Die Kinder der Grundschule werden das Theaterstück ´Der Datensammler´ sehen.

Die Themen sind u.a.: Soziale Netzwerke / Preisgabe von persönlichen Daten und Fotos mit einer anschließenden Unterrichtseinheit zwecks Nachbesprechung.

Lernziel ist, dass die Schülerinnen und Schüler keine personenbezogenen Daten im Internet veröffentlichen.

Im Anschluss des Theaterstücks wird es einen Eltern-Informations-Nachmittag geben, um Erfahrungen aus der Nachbereitung und weitere Informationen weiterzugeben.

Am 02.04.2019 und 03.04.2019 war die Pädagogische Puppenbühne der Polizei (PäPP) für die Dritt- und Viertklässler bei uns zu Gast.

Das Thema beinhaltete den vielfältigen Bereich Medien (soziale Netzwerke, Chats, Bekanntgabe personenbezogener Daten und Bilder, Passwörter, Cybermobbing). In dem Theaterstück „Der Datensammler“ wurde den Kindern gezeigt, dass das Internet nicht nur Spaß macht und praktisch ist, sondern dort auch Gefahren lauern. Zum brandaktuellen Thema „Medienpädagogik, mit Sicherheit im Internet unterwegs“ bietet die Polizeidirektion Oldenburg an den Schulen ein Präventionsprojekt an. Die Polizisten Frau Büter und Herr Herzog aus Wilhelmshaven haben in Zusammenarbeit mit unserer Schulsozialpädagogin Katja Vogt zwei tolle Vormittage gestaltet.

Die beiden Polizisten spielten gekonnt das Theaterstück „Der Datensammler“ und zeigten, wie Alex sich zum ersten Mal im sozialen Netzwerk anmeldet und mit Spider chattet. Ohne groß zu merken, gibt man schnell Sachen aus der Privatsphäre preis. Das PäPP-Team gab den Kindern einen Steckbrief für die Eltern mit für den sicheren Umgang mit dem Internet. Wichtig ist, dass die Eltern zusammen mit den Kindern das Internet entdecken und einfach neugierig sind, was Kinder tun bzw. was sie interessiert.

Am Mittwoch, den 03.04.2019 wurde auch den Eltern auf dem Elternnachmittag eindrucksvoll geschildert, wie schnell man personenbezogene Daten an Dritte weitergibt und das diese dann im Internet sehr lange verbleiben können. Während der zwei Tage haben die beiden Polizisten Statistiken über den Medien-/ Internetkonsum der Dritt- und Viertklässler erstellt. Die Zahlen, die die Eltern erraten durften und das vorgestellte Ergebnis erstaunte die Eltern teilweise. Zudem wurden nützliche Informationen weitergegeben. Ein großer Dank geht an Frau Büter und Herrn Herzog, für die tolle Arbeit mit den Kindern und Katja für die tolle Organisation und die enge Zusammenarbeit mit der Polizei.

Weitere Informationen finden Sie beispielsweise unter folgendem Link:

"So schützen Sie Ihre Kinder vor Kostenfallen in Apps und Spielen"

Am 8. und 15. Mai 2019 führte unsere Schulsozialarbeiterin Katja Vogt in den Klassen 5a und b ein Medienkompetenztraining durch. Der Vormittag gliederte sich in zwei Abschnitte. Dabei standen im ersten Teil Fragen und Erfahrungen der Schüler*innen im Mittelpunkt: Was ist das Internet? Wie häufig nutze ich welche Arten von Medien? Wie bewege ich mich sicher online? Gibt es Regeln und Vorgaben, die ich bei der Mediennutzung beachten sollte? 

Für den zweiten Teil des Vormittags lud Katja Vogt zwei Mitarbeiter*innen des Kinderschutzbundes Bad Zwischenahn ein. Diese berichteten von ihrer Arbeit und klärten über Hilfsangebote sowie die Rechte von Kindern auf.

Insgesamt erhielten alle Mitwirkenden von den Schüler*innen ein positives Feedback, die das Training als interessant und hilfreich beschrieben. Vielen Dank für den informativen Tag!